Dienstag, 07. Feb. 2012


Umfrageergebnisse

Umfrageergebnisse zur Umsatzsteuersenkung in der Hotellerie

Die Anstrengungen des Deutscher Hotel- und Gaststättenverbands und zahlreicher engagierter Hoteliers haben sich gelohnt. Die Umsatzsteuersenkung für die Hotellerie wurde im Oktober 2009 in den Koalitionsverhandlungen zwischen CDU und FDP beschlossen. Demzufolge soll ab 1. Januar 2010 auf Übernachtungen der ermäßigte Umsatzsteuersatz von 7 % erhoben werden. Aus diesem Anlass hat die Gronowsky & Co. Hotel Consulting GmbH in den letzten Wochen eine Umfrage in der Hotellerie durchgeführt. Mehr als 7.000 Hoteliers wurden aufgefordert, Ihre Meinung und Einschätzung zu den Konsequenzen abzugeben.

Zumindest ein Ergebnis ist recht eindeutig: 98 % der Antworten befürworten die Steuerermäßigung.
 
 
Die Einschätzung der Hoteliers ist geteilter, ob als Reaktion mit Preisdruck seitens der Kunden zu rechnen sei. Mehr als die Hälfte der Befragten befürchten, dass Kunden und Gäste nun günstigere Preise erwarten und diese auch durchsetzten möchten.


 
Interessant ist an dieser Stelle die Betrachtung, wie die Hoteliers die Steuerentlastung nutzen möchten. Fast 60 % wollen die Einsparungen in Renovierung oder Modernisierung investieren.

Weitere Kommentare zum Thema:
  • Diese Maßnahme ist die längst fällige Beseitigung einer massiven Wettbewerbsverzerrung mit unseren europäischen Nachbarländern.
  • Für uns hoher Verwaltungsaufwand, da Zimmerpreise inkl. Frühstück ausgewiesen sind.
  • Wir gehen davon aus, dass wir keine Preissenkungen im normalen Zimmerverkauf durchführen. Eventuelle Nachlässe bei größeren Firmenkontingenten sind bedacht.
  • Keine Preiserhöhung in naher Zukunft statt Preissenkung.
  • Endlich gibt es etwas mehr Spielraum für Investitionen und die Möglichkeit für das eingesparte Geld noch Mitarbeiter einzustellen.Bessere Finanzdecke bei den Banken.
  • Hoffentlich ziehen die Kollegen mit.Sind dafür dankbar, war schon längst überfällig, toller Erfolg für unseren Verband. Schade, dass die Gastronomie noch nicht im Boot ist.
  • Bei vorsteuerabzugsberechtigten Firmen werden wir um eine Senkung der Brutto-Zimmerpreise nicht herumkommen. Bei den Endkundenpreisen planen wir jedoch mit einer nur sehr geringen Reduzierung der Zimmerpreise.
  • Kapitaldienst.
  • Es ist dringend notwendig den Investitionsstau in der Branche zu brechen. Wichtig ist auch, die Investition in die Belegschaft der Unternehmen.
  • Ich bin dafür, dass die Mehrwertsteuer für die gesamte Branche gesenkt wird und nicht nur für Hotelbetriebe.
  • Erwarten noch mehr Bürokratie durch Splittung der Steuer auf Übernachtungen einerseits und Frühstück, Gastronomie und sonstige Zusatzleistungen.
  • Kunden haben Verständnis, wenn Mitarbeiter besser entlohnt werden.
  • Ja, ich bin davon überzeugt, dass 100% in die Reduzierung der Raten gehen.
  • Wenn man die europäischen Hotelpreise vergleicht, lag Deutschland meistens im hinteren Drittel und das mit einer erheblich höheren Umsatzsteuer! Der Schritt zur Senkung ist dringend notwendig, denn, wenn man alle Kosten in D (GEMA Rundfunk, Sich.heitscheck etc.) berechnet und die Erhöhung der Umsatzsteuer vor einigen Jahren, so konnten viele Häuser keine Rücklagen mehr bilden bzw. kämpfen ums Überleben.
  • Da Renovierung & Modernisierung bereits abgeschlossen sind, werden wir versuchen, besonders durch die schwierige Geschäftslage mit dieser Hilfe Rücklagen zu verstärken.
  • Eine Aufhebung der unterschiedlichen Sätze der Mehrwertsteuer wäre vernünftiger, z.B. 11% für alle gastronomischen Leistungen egal welche.