Aktuelles aus der Presse
Budgetsanierung auf dem Rücken der Tourismuswirtschaft
Regierung verteuert Reisen: Tourismus überproportional belastet
(Quelle: LivePR - Public Relations & News, http://www.live-pr.com/regierung-verteuert-reisen-tourismus-252-berproportional-r1048595864.htm, abgerufen am 3.11.2010,© OTS)
Nach der Wirtschaftskrise belastet jetzt auch noch die Regierung die Urlaubsbudgets der Österreicher und die Tourismusbetriebe. Arbeitsplätze und Investitionen werden leiden. Die ÖHV erwartet einen Aufschrei der Tourismussprecher und ein entsprechendes Abstimmungsverhalten.
"Die Bundesregierung wollte das Budget zu 60 % durch Einsparungen und zu 40 % durch Steuern sanieren. Aber warum nur auf dem Rücken der Tourismuswirtschaft?" Thomas Reisenzahn, Generalsekretär der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), hinterfragt die Budgetpläne der Regierungsparteien: Geldbeschaffung auf Kosten kleiner ortsgebundener Betriebe sei kontraproduktiv: "Der Tourismus rettet Jahr für Jahr die Leistungsbilanz. Ich würde mein bestes Ross im Stall fit fürs Rennen machen. Die Regierungsparteien führen es lieber auf die Schlachtbank."
Deutschland macht zuerst Fehler und dann Druck. Österreich zieht nach.Bekanntermaßen wurde die Ticketsteuer auf deutschen Druck hinauf eingeführt: "Die Deutschen wissen, dass die Verteuerung von Flugtickets Passagiere nach Salzburg und Innsbruck vertreibt. Doch statt von Deutschlands Fehler zu profitieren, hat die Regierung ihn nachgemacht. Besser wäre gewesen, die Mehrwertsteuersenkung zu kopieren", so Reisenzahn. Die Abgabe gefährdet die Sanierung der AUA und setzt gleichzeitig kleinere Airlines und Flughäfen unter Druck: "Das sind teure Mehreinnahmen: Sie kosten Arbeitsplätze", so Reisenzahn. Die Tourismussprecher seien gefordert, der Regierung die Auswirkungen dieses unbedachten Vorschlags vor Augen zu führen: "Wer so ein Budget befürwortet, kann nicht auf Stimmen aus dem Tourismus hoffen."
ÖHT-Gelder werden auch gekürztSo kreativ die Regierung bei der Erfindung von Mehrbelastungen scheint, wie der "Gesundheits- und Ernährungssicherungsbeitrag" zeigt, so einfallslos ist die Kürzung des Budgets für die Österreichische Hotel- und Tourismusbank: Eine Wertsicherung gibt es für die ÖHT ebensowenig wie für die ÖW, das Budget wird in Jahresschritten um jeweils 1 Mio. Euro reduziert, Sonderförderungen für Schwerpunktaktionen wie jene zur Forcierung von Fahrradtourismus und Internet entfallen. "Das ist wohl die Rechnung dafür, dass unsere Arbeitsplätze im Tourismus nicht abwandern. 'Flexiblere' Branchen wurden weit weniger belastet. Mein Schluss: Wir müssen 'flexibler' werden", so Reisenzahn.
Noch eine Bagatellsteuer bringt dem Budget nichts und macht Reisen teurerDie Einschätzung, dass Österreich von einem Rückgang der Outgoing-Reisen profitiert, teilt Reisenzahn nicht: "Jeder Gast, der herfliegt, muss auch wieder heim. Damit werden Reisen nach Österreich teurer." Für den Staatshaushalt fielen die optimistisch gerechneten 60 Mio. Euro kaum ins Gewicht. Zieht man die Kosten für die Verwaltung und die Verluste durch die Abwanderung auf Flughäfen im benachbarten Ausland ab, bleibt für den Fiskus nicht viel übrig. Für Urlauber und Hoteliers dagegen stellt sich die neue Bagatellsteuer als zusätzliche Belastung heraus. Und damit noch nicht genug, sind weitere Verteuerungen schon angekündigt: Ab 2012 soll eine neue CO2-Abgabe Flugtickets noch teurer machen.
Wertpapier-KESt verteuert Fremdwährungskredite
Ein Punkt in den Steuerplänen, der sich gravierend auf die Finanzierung von Tourismusbetrieben auswirken wird, aber bislang noch kaum Beachtung fand, ist die so genannte Wertpapier-Kapitalertragsteuer von 25 %. In den vergangenen Jahren vielfach abgeschlossene Fremdwährungskredite, die mit einem Ansparungsplan für die Tilgung gekoppelt und endfällig gestellt wurden, waren schon von den krisenbedingten Wertverlusten stark betroffen. Die neue Steuer bringt die benötigten Renditen zusätzlich unter Druck. Die Banken werden ihre Forderungen nach Konvertierungen in den Euro und neuen Sicherstellungen wiederholen und laufendes Fremdkapital verteuern.
Die ÖHV gestaltet als freiwillige und parteiunabhängige Interessenvertretung der führenden Hotellerie durch Lobbying die Rahmenbedingungen für modernes Unternehmertum. 1.200 Mitgliedsbetriebe nutzen operative Dienstleistungen in Marketing und Weiterbildung genauso wie ihren Vorsprung durch Innovation und Vernetzung. Mit rund 150.000 Betten - das entspricht zwei Drittel der Kapazität in der 4- bis 5-Sterne-Superior-Hotellerie - und mehr als 30.000 Mitarbeitern erwirtschaften die ÖHV-Mitglieder einen Logisumsatz von ca. 900 Mio. Euro. Die Tourismus- und Freizeitwirtschaft generierte als Österreichs Wirtschaftsmotor 2009 über direkte und indirekte Wertschöpfung 15,4 Prozent des BIP und jeden 5. Vollarbeitsplatz.
Rückfragehinweis: Thomas Reisenzahn, Generalsekretär Tel.: +43 0(1) 533 09 52 Fax: +43 0(1) 533 70 71 office@oehv.at www.oehv.at ÖSTERREICHISCHE HOTELIERVEREINIGUNG Hofburg, A-1010 Wien Tel.: +43 (0)1 533 09 52 Fax: +43 (0)1 533 70 71 office@oehv.at www.oehv.at ÖHV-Hotels online: www.first-austrian-hotels.com
Frischer Wind im Gastgewerbe
Mr. Proper Profi-Barometer zeigt: Hoteliers und Gastronomen blicken optimistisch in die Zukunft:
-
Gute Stimmung: 62 Prozent blicken optimistisch auf die künftige Geschäftsentwicklung
-
Mehrwertsteuersenkung bietet Raum für Investitionen, Gehaltssteigerungen für Mitarbeiter und Preisvorteile für Gäste
-
75 Prozent setzen auf den ersten Eindruck, um Gäste zu überzeugen
-
Freundliches Personal, Sauberkeit und ein angenehmer Duft sind die Top-Faktoren für einen gelungenen Auftritt
-
Fruchtige Düfte wie Apfel und Zitrus liegen ganz vorn auf der Beliebtheitsskala

Die Prognose der Profis ist erfreulich: 62 Prozent der Hoteliers und Gastronomen blicken optimistisch in die Zukunft, rund 21 Prozent erwarten keine wesentlichen Veränderungen und lediglich 17 Prozent rechnen mit einer negativen Geschäftsentwicklung. Dies ist das Ergebnis des Mr. Proper Profi-Barometers. In einer Online-Umfrage auf www.hotelier.com haben 154 Teilnehmer ihre Meinung zur aktuellen Geschäftssituation abgegeben.
Die Stimmung in der Branche ist ein wichtiger Indikator dafür, ob 2010 ein erfolgreiches Geschäftsjahr für das Gastgewerbe wird. P&G Professional hat das Mr. Proper Profi-Barometer in Auftrag gegeben, um Hoteliers und Gastronomen bei diesem Ziel zu unterstützen.
Das Jahr 2009 stand noch im Zeichen der Finanzkrise, die aufgrund der Konsumzurückhaltung auch das Gastgewerbe zu spüren bekam. Die Ergebnisse für das erste Halbjahr 2010 zeigen nun erste Anzeichen für eine positive Entwicklung: Für 17 Prozent ist das Geschäftsjahr bis jetzt sehr gut gelaufen, je 32 Prozent bezeichnen die wirtschaftliche Situation ihres Betriebes als gut beziehungsweise befriedigend.
Auf den ersten Eindruck kommt es an!
Die Hotel- und Gastrostudie von Mr. Proper präsentiert Erfolgsfaktoren für eine positive Geschäftsentwicklung im Jahr 2010 / Procter & Gamble Professional
Gäste suchen zunehmend eine Auszeit vom hektischen Arbeitsalltag, um wieder gestärkt durchstarten zu können. Ihre Ansprüche an das Gastgewerbe sind deswegen gestiegen. Die wenigsten sind bereit, Kompromisse einzugehen.
Die durchgeführte Studie zeigt, dass für 82 Prozent der Befragten ein guter Start wichtig ist. 42 Prozent vergeben hier sogar eine 1: Für sie haben die ersten Momente nach dem Betreten eines Hotels oder Restaurants sogar eine sehr große Bedeutung. Nur 6 Prozent eben an, den ersten Eindruck für „weniger wichtig“ oder „nicht wichtig“ zu halten. Auffällig ist hier der Geschlechterunterschied: Für jede zweite Frau ist der Eindruck „sehr wichtig“, dagegen ist nur jeder dritte Mann der gleichen Auffassung.
Für diese repräsentative Studie wurden über 1.000 Hotel- und Restaurantgäste ab 14 Jahren befragt. Durchgeführt wurde die Umfrage vom Forschungsinstitut TNS Emnid im Februar 2010.
Dies sind die wichtigsten Ergebnisse:
-
Der erste Eindruck ist geschäftsentscheidend: 82 Prozent der befragten Gäste erachten diesen als „wichtig“ oder sogar als „sehr wichtig“.
-
Ein herzlicher Empfang ist ausschlaggebend, um Gäste zu gewinnen und zu halten. Ein Drittel der Befragten würde einem Hotel oder Restaurant nach einem schlechten Start keine zweite Chance geben.
-
Schmutz, unfreundliches Personal und schlechter Geruch werden als besonders negativ empfunden. Diese Faktoren stören mehr als zu hohe Preise, eine schlechte Lage und Lärm.
-
Für die Einschätzung eines Gastbetriebs spielen Gerüche eine wichtige Rolle. 74 Prozent der Befragten zweifeln an der Sauberkeit im ganzen Hotel oder Restaurant, wenn es unangenehm riecht.
-
Wenn es darum geht, Gäste willkommen zu heißen, liegen freundliches Begrüßungspersonal, Sauberkeit und Blumen im Empfangsbereich auf den vordersten Plätzen. Eine behagliche Temperatur, ein angenehmer Geruch sowie dezente Musik steigern ebenfalls das Wohlbefinden der Gäste.
-
Der Ruf eines Hotels oder Restaurants wird von persönlichen Empfehlungen geprägt. Sowohl Familie und Freunde als auch das Internet werden als verlässliche Informationsquellen geschätzt, wenn es darum geht, ein geeignetes Hotel oder Restaurant zu finden. Dieselben Kanäle werden auch genutzt, um Kritik zu äußern.
Zweifellos ist der erste Eindruck ein Schlüssel zum Erfolg in der Hotellerie und Gastronomie. Vor allem Liebe zum Detail kann einen enormen Einfluss auf die Gesamteinschätzung eines Hotels oder Restaurants haben. Durch den steigenden Einfluss des Internets und durch Mund-zu-Mund-Propaganda sind Hotel- und Restaurantbewertungen immer leichter zu finden. Weitere Informationen und die Studie zum Download finden Sie hier.
(Quelle: Procter & Gamble, Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance - Die Hotel- und Gastrostudie von Mr. Proper präsentiert Erfolgsfaktoren für eine positive Geschäftsentwicklung im Jahr 2010, abgerufen am 21.07.2010, http://www.hotelier.com/index.php?id=98&L=11)